
Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
gern denke ich an unsere gut besuchte Vorstellung von Antons Buch (hg. von Uta von Schrenk, Ferdinand Muggenthaler und mir) Ende April in Antons Heimatstadt Aalen (im Ländle) zurück. Gelesen haben Frank Fitzner, Wolf Dieter Vogel, Markus Bickel und ich. Die Schwäbische Post und die Aalener Nachrichten haben zuvor über Anton und das Buch geschrieben, was sicher nützlich war. Und die Edition Tiamat, in der das Buch erschien, hat in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit erfahren. Die ZEIT und die FAZ schrieben sehr anerkennend über den kleinen, in den 70ern gegründeten Kreuzberger Verlag, dem es heute besser geht denn je. Solche Geschichten gibt es auch in der Verlagswelt.
Von einem Land, in dem die Pressefreiheit immer weniger zählt, berichtet der slowakische Schriftstellerkollege Michal Hvorecky. Sein Buch „Dissident“ habe ich für die Berliner Zeitung besprochen.
Ende des Monats reise ich wieder „mit Annemarie Böll“ in den Norden Deutschlands. Gefreut habe ich mich über eine positive Besprechung meines Buchs in „Politik & Kultur“.
Am letzten Maitag lese ich im Rahmen einer schönen Hamburger Veranstaltungsreihe, die trotz des flüchtig klingenden Namens („Literatur Quickie“) nun ihre 329. Lesung veranstaltet. Es gibt sie noch, die Literatur-Veteranen…
Einen schönen Mai wünscht,
Tanja
KULINARISCHE EMPFEHLUNG:
Unbekannte Verkäuferin in Armenien
Eine Freundin brachte diese „Obstpralinen“ gerade aus Armenien mit. Eine sehr leckere handgemachte Mischung mit ausgefallenen (aus mitteleuropäischer Perspektive) Früchten und mit viel Sesam dekoriert. Man hat es gern süß dort, Zucker ist als Ingredienz nicht zu kurz gekommen.

Veröffentlichungen:
2. Mai Berliner Zeitung / Ostdeutsche Allgemeine Zeitung
Besprechung von Michal Hvoreckys Sachbuch „Dissident“
Was aus den Träumen von 1989 wurde: Michal Hvorecky und sein Buch „Dissident“
Der Slowake Michal Hvorecky, eigentlich Romanautor, schreibt diesmal dezidiert politisch – und auf Deutsch. Die Berliner Schriftstellerin Tanja Dückers hat das gelesen.
9. April Bayrisches Literaturportal
Feministischer Unterton in Moll
Rezension zu Lena Goreliks „Alle meine Mütter“ (Rowohlt, 2026)
Anthologie:
Rumänien neu erzählt: Wohnblockblues mit Hirtenflöte
Hg. Michaela Nowotnick, Florian Kührer-Wierach
Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 3. Auflage 🙂 2026
Darin mein Beitrag: „Reise-Mitbringsel“
Lesungen:
27. Mai, 19 Uhr Graal Müritz
Lesung + Diskussion
„Das Leben der Annemarie Böll. Eine Würdigung“
Bäderbibliothek
Fritz-Reuter-Straße 17
18181 Graal-Müritz
28. Mai, 17 Uhr Rostock
Lesung + Diskussion
„Das Leben der Annemarie Böll. Eine Würdigung“
SBZ Heizhaus
Tychsenstraße 22
18059 Rostock
31. Mai, 16 Uhr Hamburg
Lou A. Probsthayn und Sonja Baum präsentieren die Reihe und stellen die AutorInnen vor. Es lesen Daniel Bielenstein, Tanja Dückers, Herbert Hindringer, Paul Jeute und Benjamin Maack.
Studio Nikisch
Tarpenbeckstraße 65
0251 Hamburg-Eppendorf
Nachgelesen:
Von Anton Landgraf:
Die Machtverhältnisse in der Golfregion werden neu geordnet
Der Konflikt zwischen dem saudischen Königshaus und dem Iran eskaliert. Er könnte die gesamte Region zu zerrütten.
Jungle World, Nr. 2017/25 22.6.2017
Über Tanja Dückers / Anton Landgraf:
Politik & Kultur, Ausgabe April
„Eine längst fällige Sichtbarkeit“
Besprechung von Tanja Dückers‘ „Das Leben der Annemarie Böll. Eine Würdigung“,
(online scrollen zu Seite 16)
Aalener Nachrichten, 16. April (Online u. Print)
Über unser Buch mit Antons Texten, mit Ankündigung von Lesung in Aalen
„Wegen ihm musste Angela Merkel warten“ von Johannes Müller
Schwäbische Post, 23. April (Online u. Print)
Die Veranstaltung im Pelzwasen beleuchtet Landgrafs soziopolitische Beiträge und sein Engagement bei Amnesty International – was inspirierte ihn?
Berliner Zeitung, 27. April
Cornelia Geißler über Lilli Tollkiens West-Berlin-Roman „Mit beiden Händen den Himmel stützen“, hier Bezugnahme auf mein Buch über West-Berlin (2016)
Lektüre-Empfehlungen:
Florence Knapp: Die Namen eichborn, Köln 2026
Großartiger Debütroman über ein Leben in drei Varianten – je nachdem für welchen Vornamen sich die Familie eines kleinen Jungen entscheiden würde. Nicht so platt wie „Maximilian versus Kevin“, doch die verschiedenen Erwartungen der Familienmitglieder an das Kind spiegeln sich in ihren Vorschlägen, vielmehr Forderungen. Ich gebe zu, dass eine alte Schokoladenfabrik in dem Roman vorkommt, hat meine Sympathie nicht geschmälert.
Aus dem Englischen übersetzt von Lisa Kögeböhn.
Michal Hvorecky: Dissident. Tropen Verlag / Klett Kotta, Stuttgart 2026
Wer sich für Mittelosteuropa interessiert, kommt an Michal Hvorecky nicht vorbei. Der 1976 in Bratislava geborene Schriftsteller, Publizist und Aktivist, der auch hierzulande oft an Debatten teilnimmt, ist die wortmächtigste Stimme seines Landes aus der Zivilgesellschaft.
In seinem neuen Buch „Dissident“ schaut Michael Hvorecky sorgenvoll auf die aktuelle Situation seines Landes und mit ihm auf den Rechtsruck in Europa, wobei die Verbindung von persönlichem Erleben und Analyse überzeugt. „Dissident“ beginnt mit einem Rückblick auf den 10. Dezember 1989 in der damaligen Tschechoslowakei („Aufbruch in die freie Welt“), den Hvorecky als Teenager erlebte, schildert seine Hoffnungen, exemplarisch für die seiner Generation. Im nächsten Kapitel beschreibt er reichlich ernüchtert wie er 36 Jahre später einen Anwalt konsultieren muss, weil der slowakische Staat ihn verklagt hat. Dem dreifachen Familienvater drohen bis zu fünf Jahre Haft. Sein Vergehen? Er hat die slowakische Kulturministerin Martina Šimkovičová kritisiert. Wie war das nochmal mit der Pressefreiheit?