Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
schon wieder Oktober, der letzte scheint nicht lange her zu sein. Noch erschreckender der Gedanke an Weihnachten „vor der Tür“. Ein Gedicht von mir, in dem Schnee vorkommt, erschien gerade in einer Anthologie mit dem Titel „Weißabgleich“ (s.u.).
Vielleicht hilft es, sich zu verkriechen und einfach zu arbeiten. Derzeit bereite ich ein Interview mit Carolin Emcke vor. Ihr neues Buch „Respekt ist zumutbar“, basierend auf ihren SZ-Kolumnen, hat ich gerade mit, tja, großem Respekt gelesen.
Ich wurde eingeladen, um auf einer Kundgebung der American Voices Abroad (unter dem Motto „No Kings“) zu sprechen. Mal sehen, was bis zum 18. Oktober noch alles passiert, eine jetzt vorbereitete Rede kann ja in vierzehn Tagen schon wieder etwas unaktuell sein. Kings neigen gern zu launischem, erratischem Verhalten. Nicht nur mit Königen, auch mit (in diesem Fall kindlichen) Vorstellungen von Gott beschäftige ich mich gerade. Ein entsprechendes Gedicht wurde gestern im rbb gesendet und ist nachhörbar. Weniger large-scale geht es zum Glück zu in einem Beitrag über die deutsche Wiedervereinigung.
Schöne Oktobertage wünscht
Tanja
Kulinarische Empfehlung
Wicked Dark. Es lockt die Zeit der Heißen Schokoladen. Diese Tassenschokolade aus den USA kann man sich kleinraspeln und heiße Milch dazugeben (was den Geschmack bei einem Kakaogehalt von 95 % angenehm neutralisiert), sehr lecker mit den gerösteten Kokosflocken..

Termine und Veröffentlichungen
Hg. Ron Winkler
Darin mein Gedicht „Weißer Tag“
edition keiper, Band Nr. 34, Graz 2025
2. Oktober: Jungle World
Ein normales Land? Autorinnen und Autoren über die Situation, 35 Jahre nach der Osterweiterung der BRD
Großdeutsches Jubiläum: Frieden mit Deutschland? Ist Deutschland normal geworden?
4. Oktober, 13.10 Uhr: radio3 (rbb)
„Kurz und gut: Gedicht der Woche: Kuscheln mit Gott“ (Tanja Dückers)
18. Oktober, 14 – 16 Uhr: Berlin
Americans Voices Abroad, Kundgebung unter dem Motto „No Kings“
Als „german ally“ trete ich hier als Rednerin gemeinsam mit us-amerikanischen Weggefährtinnen und -gefährten wie Isabel Cole und Ann Wertheimer auf.
Gegenüber der US-Embassy (Pariser Platz)
Über Tanja Dückers
24. September 2025
Über den Briefwechsel von Natalka Sniadanko (Lwiw/Leipzig) und Tanja Dückers (Berlin)
25. September 2025
Nachgelesen
25.11.2021
Fast alle Branchen leiden unter Lieferschwierigkeiten und gestiegenen Transportkosten, vor allem bei Rohstoffen und Vorprodukten. Zu einer umfassenden Rückverlagerung von Produktionsstätten in westliche Länder wird es allerdings kaum kommen.
Mir gefällt schon der Einstieg sehr gut, den Anton hier gewählt hat („Manchmal beginnen große Probleme mit kleinen Dingen – wie Holzschrauben.“).
Lektüre-Empfehlung
Maryam Aras: Dinosaurierkind
Literarisch-essayistische Spurensuche einer Tochter mit iranischen Wurzeln über die politische Biographie ihres Vaters. Der rebellierte 1967 zusammen mit anderen Studierenden gegen den Shahbesuch in Berlin… Sein Werdegang sowie ihr Aufwachsen in einem Kölner Arbeiterviertel werden parallel erzählt. Ein ergreifendes Buch über das Aufwachsen in der Diaspora und über intergenerationelle Konflikte zwischen Eltern und Kindern in der „neuen Heimat“.
Film-Empfehlung
Noch lange keine Lipizzaner (2025)
Olga Kosanović (Serbien)
Großartiger kluger Dokumentarfilm über die schier unendlichen Bemühungen einer jungen – in Wien geborenen und aufgewachsenen – Serbin, die österreichische Staatsangehörigkeit zu erhalten. Mit vielen Interviews, u.A. mit Robert Menasse.
Für In-Berlin-Wohnende: Der Film wird im kleinen Programmkino „Krokodil“ im Prenzlauer Berg gezeigt.