Newsletter Juli/August 2025: Bremen-Schokolade, „Das Leben der Annemarie Böll“

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

es hat viel Spaß gemacht, mit „Bremen“ eine zweite Städte-Schokolade (nach „Potsdam“) zu kreieren. Etwas aufgeregt war ich schon, als einige Bremerinnen und Bremer meine Rezeptur probierten, aber sie scheint geschmeckt zu haben (Kakao mit Kaffee, Bierhefe, Minze, Salz und grün-weißen Smarties, Fußballfans wissen wieso).

In Bremen habe ich auch noch eine Lesung gehaltem und dabei gestaunt, wie oft, ohne dass ich dies beabsichtigt habe, meine Figuren Schokolade essen. Tja, so ganz einfach ist es mit der Trennung von Werk und Autor wohl doch nicht…

In Köln haben Annemarie und Heinrich Böll fast ihr ganzes Leben lang gelebt – ebendort findet im August die Premiere meines Buchs über Annemarie Böll statt.

Ein besonders schöner Auftrag kam in den letzten Wochen vom Wiener Literaturmagazin Volltext: Zehn Lieblingsbücher durfte ich dort vorstellen. Die „Lektürenotizen“ verstehen sich als Rezensionen von Büchern, die überhaupt nicht aktuell sein müssen. Der Stil kann auch persönlicher als in üblichen Rezensionen sein. Die Auswahl fiel mir allerdings sehr schwer.

Für „Literatur + Kritik“ bin ich der Geschichte der Guanchen, die früher auf den kanarischen Inseln lebten und von den Spaniern ausgerottet wurden (man kann es nicht anders nennen), nachgegangen. Heraus kam eine Art Vulkangeschichte… leider ist sie wahr.

Schöne Julitage ohne Freizeitstress und Gute-Laune-Obligationen wünscht

Tanja

Kulinarische Empfehlung:

N’Icecream in der Sorte Pecan-Caramel ist meine Sommer-Empfehlung.

Das vegane Eis aus den Niederlanden kommt mit wenigen Zutaten aus: Cashewdrink, Ahornsirup, Schokoladenüberzug von Original Beans + Tapping aus Pecannüssen.

Veganes Eis der Sorte Pecan-Caramel

Termine und Veröffentlichungen:

15. Juli, 7.05 Uhr Politisches Feuilleton / Deutschlandfunk

Beitrag über die Zunahme von Essstörungen bei Männern

14.-17. Juli

Literarische Beratung – Manuskripte, Agentur- Verlagssuche – im Rahmen des Programms „schreiben & leben“, ein Angebot der Lettrétage

1.August

„Lektürenotizen“ Volltext

Zehn Buchempfehlungen von Tanja Dückers

Von Berlin aus unternehme ich anhand von Romanen, Gedichten und Essays eine literarische Reise in den Osten, bis in die Ukraine…

Volltext ist ein seit 2002 bestehendes Literaturmagazin aus Wien, das viermal im Jahr als gedruckte Zeitschrift und als E-Paper erscheint. Seit 2002 sind insgesamt 107 Ausgaben erschienen.

19. August, 19 Uhr Köln

Buchvorstellung und Gespräch

„Das Leben der Annemarie Böll“ (Tanja Dückers, Hg. Heinrich Böll Stiftung)

Gespräch mit Dr. Gabriele Ewenz, Leiterin des Heinrich-Böll-Archiv, Markus Schäfer und Maria Birger, Referent*innen der Heinrich Böll Stiftung, Berlin, über das Leben und Wirken dieser ausgewöhnlichen Frau.

Interim Zentralbibliothek
Hohe Straße 68-82
50667 Köln

Nachgelesen:

Die Stimmung kippt

Der Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA richtet sich auch gegen die elenden Lebensbedingungen vieler Menschen. Denn die Kluft zwischen Arm und Reich wird in den USA immer größer.

von Anton Landgraf

Lektüre-Empfehlungen:

Maxi Obexer: Odysseus‘ Hund. Erzählungen von der gegenseitigen Zähmung. Weissbooks

Großartige, poetische Erzählungen über das Zusammenleben von Tieren und Menschen, mit Rekursen auf Philosophie, Literatur und Anthropologie, ohne den üblichen Kitsch, den man hier oft zu lesen bekommt und ohne trockene ethische Abhandlungen (obwohl Kant, Derrida, Horkheimer und Martha Nussbaum nicht zu kurz kommen). Ein wunderbares Buch.

Ein Zitat:

„Jacques Derrida fragt, was die Katze, die ihm täglich ins Bad folgt, wohl sehen mag an ihm, an einem nackten Menschen. Was sieht sie an ihm, an dem Tier, das er ja auch ist? Derrida gibt die Antwort in der Frage gleich mit. Sie sieht das Tier an ihm, das Tier, das ihm sonst verborgen bleibt und durch den Anblick der Katze sichtbar wird“.

Solveig Nitzke: Farne. Ein Portrait. Reihe: Naturkunden,

Matthes & Seitz

Ein Buch, das mit „Farnliebe und Formliebe gehen oft Hand in Hand“ beginnt, erweckt hohe Erwartungen – diese werden vollumfänglich erfüllt. Nitzke bewegt sich versiert auf botanischem Feld und auf psychologischem Parkett (zum Beispiel, wenn es um die Überhöhung der „mystischen Welt der Farne“, um ihren bisweilen zwielichten Charakter geht). Zum Schluss richtet die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin ihren Blick auf den Klimawandel: „Am Ende mache ich mir um die Farne am wenigsten Sorgen. Ihre Vergangenheit zeigt, dass sie die Ersten sein werden, die wieder wachsen. Wäre schön, wir blieben auch in Zukunft Teil einer gemeinsamen Geschichte“.

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