Newsletter März 2025: Lesungen zu Annemarie Böll, Schokolade, Buchtipps

Das Bild zeigt mehrere Tafeln Schokolade in einer Kiste
Foto: Sarah Eick

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach den auf ihre Weise auch schönen Winterwochen (der Schnee, die zugefrorenen Seen!) erlauben die frühlingshaften Temperaturen sogar schon wieder ein zeitlich begrenztes Schreiben auf dem Balkon, im Anorak und mit Ingwertee. Aber bald geht es erstmal ins (wärmere?) Saarland, um mein Buch über Annemarie Böll vorzustellen.

Zurück in Berlin werde ich in der „Fehre 6“ im Prenzlauer Berg gemeinsam mit Jürgen Kiontke aus „Anton Landgraf: Bis hierher und immer weiter“ lesen.

Kirchen und Gemeinderäume erweitern heute oft ihre Nutzung. Ich freue mich, im Jugendstilsaal der Gemeinde Nordend in Berlin Rosenthal (Pankow) über Berlin vor der Wende lesen und diskutieren zu können.

Auf dem Balkonschreibtisch sinniere ich derzeit über den Fortgang eines Romans und über eine neue Schoko-Sonder-Edition. Nach „Bremen“ fragt nun auch „Bremerhaven“ eine eigene Schokolade an… Salz dürfte eine Rolle spielen.

Schöne Grüße & frühlingshafte Momente, ob auf dem Balkon, im Park oder einfach beim Blick auf der S-Bahn wünscht

Tanja

KULINARISCHE EMPFEHLUNG:

Die „Schokoladenmanufaktur Lviv“ fertigt trotz Krieg weiter ihre herrlichen Leckereien, und die geschätzte Kollegin Natalka Sniadanko versorgt mich hiermit: „Strong Ukraine“ nennt sich diese kompakte Tafel. Unterstützenswert!

Die Schokoladentafel 'Strong Ukraine'

Termine und Veröffentlichungen:

2. März, 7:20 Uhr
Deutschlandfunkkultur, Politisches Feuilleton
Über die kalte Arithmetik eines Sozialstaats
Armutsfalle Hinterbliebenenrente

12. März, 19 Uhr
Lesung / Buchvorstellung mit René Böll und Tanja Dückers:
„Das Leben der Annemarie Böll. Eine Würdigung“.
Buchhandlung St. Johann
Kronenstraße 6
66111 Saarbrücken

14. März, 20 Uhr
Lesung, Musik, Tanz…
u.A. Vorstellung von „Anton Landgraf. Bis hierher und immer weiter. Linke Kritik und Kritik der Linken“ (Hg. Ferdinand Muggenthaler, Uta von Schrenk, Tanja Dückers).
Mit: Mareike, Olli & Lilly Dust, Tanja Dückers, Jürgen Kiontke, Helms Angels und Holger Heiland. Vorher, nachher und zwischendrin spielt DJ Else auf.
Fehre 6
Fehrbelliner Straße 6, Berlin (Prenzlauer Berg)

22. März, 17 Uhr
Literatur in Nordend“ – Lesereihe
Inspiriert von Walter Benjamins Buch »Berliner Kindheit um 1900« reflektiert Tanja Dückers ihre eigene Kindheit und Jugend im West-Berlin der 1970er- und 1980er-Jahre. In pointierten Alltags- Betrachtungen lässt sie das Leben und das Lebensgefühl im Westen der geteilten Stadt wieder lebendig werden. Auf der Straße und in Hinterhöfen, hinter Brandmauern und in alten Friseursalons trifft die Autorin auf Kurioses und Trauriges, auf Lustiges und Düsteres, und auch auf Tiere – von Ratten über Füchse bis hin zu Nilpferden.
»Tanja Dückers’ Erzählungen machen ein vernachlässigtes ›Damals‹ aufs Schönste wieder lebendig.« Berliner Zeitung
Veranstaltungsort: Gemeindehaus Nordend
Schönhauser Straße 32 / K (Jugendstil-Kirchsaal)
13158 Berlin (Rosenthal / Pankow)
Eintritt: 9 €

26. März
Jungle World, Feuilleton
Rezension Romandebüt von Lilli Tollkien „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ (siehe auch Buchempfehlung)

Über Tanja Dückers:

2. März 2026
FAZ
„Die Deutschen wenden sich von den USA ab“.
Von Thomas Petersen, Institut für Demoskopie Allensbach

Interview – Literaturszene Berlin – Projekt „schreiben & leben“
https://www.literaturszene.berlin/beratungsangebot/beraterinnen/tanja-dueckers/

Nachgelesen:

Iran: „Eine Sache der Vernunft“

Interview für Amnesty (Schweiz) von Anton Landgraf, geführt mit dem iranischen Journalisten Akbar Ganji: Seine Kritik am religiösen Regime im Iran brachte den Journalisten Akbar Ganji jahrelang ins Gefängnis. Seine Überzeugungen hat er deswegen nicht aufgegeben.

Lektüre-Empfehlung:

„Mit beiden Händen den Himmel stützen“ ist ein beeindruckendes Debüt. Der Roman wird aus der Perspektive von einem Kind erzählt, das mit seinem Vater in den Achtziger Jahren in einer WG in West-Berlin aufwächst. Vernachlässigung, Drogensucht und sexueller Missbrauch durch einen WG-Kumpanen und stehen den großen Utopien der Erwachsenen von einer neuen Gesellschaft diametral gegenüber.

Ein Roman, der einen kritischen Blick auf das linksradikale Milieu in einer oftmals verklärten Ära in West-Berlin wirft, ohne sich dabei von der Hoffnung auf ein besseres Leben und eine andere Gesellschaft zu verabschieden.

Kino-Empfehlung:

„Father, Mother, Sister, Brother“ (Regie: Jim Jarmusch). Großartiger, ruhiger, dabei sehr intensiver Film, der noch lange nachhallt… Die bittersüßen Törtchen, die „Mother“ (Charlotte Rampling) in Dublin serviert, bleiben für alle unerreichbar.

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